|
In der Community werden immer wieder Fragen zu gleichen Themen gestellt.
Um dies zu verhindern, haben wir hier einen FAQ-Bereich eingerichtet, in dem die häufigsten Fragen rund um das Thema
Piercings beantwortet werden.
Schaut zuerst hier nach, ob Eure Frage bereits beantwortet wurde, bevor z.B. ein neuer Beitrag
im Forum geschrieben wird.
Die hiesigen FAQ-Beiträge werden von unseren Community-Mitgiledern verfasst und aktualisiert.
Dafür an dieser Stelle VIELEN DANK!
Falls jemand Beiträge verfassen oder aktualisieren möchte, so kann die-/derjenige diese an
faq@tattoos-by-peter.de zusenden. (Bitte mit angeben,
ob der Name und die E-Mail Adresse veröffentlicht werden soll.)
|
|
|
|
|

|
|
Frage: Welche Materialien gibt
es und welche sind am
besten für den Piercing-Ersteinsatz geeignet? |
|
Generell muss für den Ersteinsatz Material verwendet werden,
dessen Nickelgehalt unter 0,05% liegt und körperverträglich ist.
Weiter unten findest Du eine Aufzählung der bekanntesten
Materialien, die momentan für Piercingschmuck eingesetzt werden.
Neben den hier aufgezählten Arten werden viele andere Materialien
verwendet (z.B. Bernstein, Elfenbein, ...) , die jedoch eine
untergeordnete Rolle spielen, so dass bei Bedarf der Händler bzw.
der Hersteller direkt kontaktiert werden sollte.
PTFE (Abkürzung für:
Polytetrafluorethylen, Teflon)
Ein leichter und glatter Kunststoff bestens geeignet für den Erst-
und Dauereinsatz. Durch seine glatte Eigenschaft können
Fremdsubstanzen an der Oberfläche sehr schlecht haften (wie z.B.
Wundsekret), so dass mögliche Komplikationen während der Abheilung
minimiert werden. Deswegen ist PTFE das bevorzugte Material, das
beim Piercen eingesetzt wird. Durch die hohe Flexibilität kann das
Material auf die optimale Länge zugeschnitten werden und auch ohne
Einschränkungen sterilisiert werden. Ein PTFE-Piercing muss auch
beim Röntgen nicht entfernt werden.
Titan
Ein leichtes, festes, weiß-metallisch glänzendes Material, das als
sehr verträglich gilt. Insbesondere enthält Titan keinen Nickel, so
dass dadurch keine Probleme für Nickel-Allergiker zu erwarten sind.
Es gibt verschiedene "Grade" (zu verstehen als Qualitätsstufen) von
Titan, wobei Titan Grad 23 höchste Qualität bietet und auch
im medizinischen Bereich eingesetzt wird. Bei Titan-Schmuck sollte
man deswegen darauf achten, dass es sich um ein Titan Grad 23
handelt, das zusätzlich poliert wurde, da dadurch bessere
Heilungseigenschaften entstehen und deswegen gute Verträglichkeit
beim Ersteinsatz zu erwarten ist. Da Titan ein schlechter
Wärmeleiter ist, kann das Schmuck auch ohne Probleme bei
Sonnenbädern und Saunabesuchen eingesetzt bleiben.
Implantatstahl (auch: Implantanium®)
Implantatstahl wird für den Einsatz im menschlichen Körper
produziert (z.B. als Knochenersatz etc.), entsprechend ist eine hohe
Verträglichkeit und kaum allergische Reaktionen zu erwarten.
Implantatstahl ist in der Herstellung aufwendig und kostspielig, so
dass Piercing-Schmuck aus diesem Material etwas teurer sein kann.
Chirurgenstahl 316 (316L, 316 LVM)
Auch wenn Chirurgenstahl 316L und 316 LVM für den Ersteinsatz
zugelassen sind, muss man dabei mit Komplikationen rechnen. Im
Chirurgenstahl sind verschiedene Metalle enthalten (auch Nickel), so dass bei
einer Unverträglichkeit Allergien auftreten können. Durch das
Einsätzen solchen Schmucks VOR dem vollständigen Abheilen des
Piercings können in bestimmten Fällen Hautreizungen auftreten, die
bis zu Entzündungen des Stichkanals oder/und an kritischen Stellen
dem Herauswachsens des Schmucks führen. In der Regel sollte man für
den Ersteinsatz PTFE oder Titan vorziehen.
Silber
Silber ist für den Ersteinsatz auf KEINEN FALL zu verwenden. Nach
einer vollständigen Abheilung kann man Piercing-Schmuck aus Silber
zwar einsetzen, wobei man darauf achten sollte, dass es sich um
925 Sterling Silber handelt. Man sollte auch beachten, dass es
Menschen gibt, die Silber- bzw. Kupferallergie haben und solches
Schmuck nicht vertragen. Zusätzlich hat Silber die Eigenschaft
"anzulaufen", so dass das Material sogar schwarze Oberfläche
erhalten kann.
Gold
Je nach Art und Qualität enthält Gold Silber, Kupfer und auch
Kadmium. Aufgrund von Unverträglichkeiten sollte Gold auf KEINEN
FALL als Erstlingschmuck verwendet werden. Während des
Abheilungsprozesses muss man z.B. mit Allergie und Abstoßreaktionen
rechnen. Nach einer vollständigen Abheilung kann man durchaus
Goldschmuck einsetzen wobei die oben beschriebenen Probleme
weiterhin erhalten bleiben.
|
Autor(en): TBP
Letzte Änderung: 01.01.2006 |
 |
|
Frage: Ring oder Stab? Was ist
besser für die Heilung? |
|
Nach persönlicher Erfahrung heilen Stecker
leichter ab! Durch die ständige Beanspruchung des Ringes (hängen
bleiben, eigen Dynamik) und durch die Krümmung des Kanals dauert die
Heilung etwas länger.
Vorteil eines Ringes ist die leichte Säuberung!
Zu achten ist darauf, dass weder Stab noch Ring zu klein sind, und
dadurch den Kanal eindrücken! Es sollten immer ein paar mm abstand
zwischen Kugel und Fleisch sein, damit Wundwasser und Blut ablaufen
können!
|
Autor(en): Sceltis (Email)
Letzte Änderung: 15.08.2004 |
 |
|
Frage: Warum teuer Piercen wenn
ich es auch günstig Schießen lassen kann? |
|
Die Ohrloch-Pistole ist ein Instrument, das in
den 60er Jahren gefertigt wurde, um das Markieren von Kuhohren
einfacher und schneller zu gestalten. Die heute verwendeten Pistolen
sind kaum verändert im Aufbau.
Durch das Schießen mit hoher Geschwindigkeit wird das Gewebe nicht
durchtrennt sondern regelrecht zerschmettert.
Dies kann besonders bei Knorpelgewebe schlimme Folgen nach sich
ziehen! Es können so genannte Blumenkohl-Abszesse auftreten die nur
noch operativ entfernt werden können! Auch kann der Knorpel so weit
absterben, dass das Ohr nur noch durch eine OP rekonstruiert werden
kann!
Auch bei weichem Gewebe, wie den Ohrläppchen oder misch Gewebe wie
der Nase, ist das Schießen sehr riskant dadurch, dass durch den
stumpfen Stecker der Pistole Teile der oberen Hautschicht mit in den
Stichkanal gerissen werden und sich dort zersetzen. Dadurch kommt es
sehr häufig zu schlimmen Entzündungen!
Unhygienisch ist Schießen zudem auch noch! Teile der Pistole
bestehen aus Plastik und können somit nicht im Autoklaven gereinigt
werden, weil sie sonst Schmelzen würden! Meist wird die Pistole nur
kurz mit Alkohol abgesprüht. Man kann nur froh sein, dass sich AIDS
nicht lange an der Luft hält, andere Krankheiten hingegen schon!
Zusätzlich werden diese Geräte meistens auch noch von unfachkundigen
Leuten bedient (Friseure oder Juweliere), die keinerlei Ahnung vom
dem haben was sie da tun!
Also, Finger weg!
|
Autor(en): Sceltis (Email)
Letzte Änderung: 15.08.2004 |
 |
|
Frage: Tut es weh? |
|
Schmerz ist relativ, und von der jeweiligen
Person abhängig! Allgemein kann man beruhigen, es ist mehr ein
kurzer Stich, als wenn ihr euch mit der Nadel piekst! Kaum spürt ihr
die Nadel, ist auch schon der Schmuck drin und ihr geht Heim!
Natürlich gibt es hier auch das Prinzip, dass manche Stellen
schmerzhafter sind als andere, Knorpel sind z.B. schon etwas
schmerzhafter als z.B. ein Zungen oder Lippenpiercing.
Hier gilt aber auch, lasst euch nicht unsicher machen! Schmerzen
gehen vorbei, und sobald ihr in den Spiegel schaut, ist alles
vergessen und ihr plant schon das Nächste!
|
Autor(en): Sceltis (Email)
Letzte Änderung: 15.08.2004 |
 |
|
Frage: Was muss ich vor dem
Termin beachten? |
|
Auch hier gilt:
Hände weg von Alkohol Drogen und Schmerztabletten!
Diese verdünnen das Blut und es kann zu stärkeren Blutungen kommen.
Esse vor dem Termin gut, und nimm dir Cola oder Traubenzucker mit,
falls dein Kreislauf schlapp macht!
|
Autor(en): Sceltis (Email)
Letzte Änderung: 15.08.2004 |
 |
|
Frage: Wie erkenne ich einen
guten Piercer? |
|
Gehe in das Studio! Beim Piercen ist am
wichtigsten, dass der Raum sauber und gepflegt ist! Riecht es nach
Desinfektionsmittel? Das ist ein gutes Zeichen!
|
Autor(en): Sceltis (Email)
Letzte Änderung: 15.08.2004 |
 |
|
Frage: Wieviel kostet es? |
|
Das ist sehr unterschiedlich! Es gibt Piercer,
die z.B. ein Zungenpiercing für 40 Euro stechen, und es gibt welche,
die es für 90 machen. Hierbei sollte man allerdings stutzig werden
wenn all zu niedrige Angebote gemacht werden. Ein seriöser Piercer
würde nie eine Pistole benutzen! Das bedeutet aber nicht, dass Preis
gleich Qualität bedeutet. Seht euch gut um, und ihr werdet
sicherlich euren Piercer des Vertrauens finden!
|
Autor(en): Sceltis (Email)
Letzte Änderung: 15.08.2004 |
 |
|
Frage: Ich hab nun mein
Piercing endlich, was ist zu beachten? |
|
In nächster Zeit solltet ihr darauf achten,
nicht zu oft euer Piercing anzufassen! Passt auch auf, dass ihr
nicht hängen bleibt. Das kann sehr schmerzhaft werden und zu
Entzündungen führen!
Empfehlenswert ist es Piercings (bis auf oral) am Anfang 2 bis 3 mal
am Tag und später noch jeweils 1 mal pro Tag mit einem Wattestäbchen
und Octenisept zu reinigen! Sprüht es auf und entfernt eventuelle
Verkrustungen mit dem Wattestäbchen. Gute alternative zu Octenisept
ist eine Salzwasserlösung aus der Apotheke! Zur Beruhigung des
frischen Piercings sind Kamillentee-Pads geeignet, die man einfach
auflegen kann.
Haltet Cremes und Make-Up vom Piercing fern, da diese den Wundkanal
verstopfen und die Heilung verlangsamen können! Das gleiche gilt
auch für Schmutz, der zusätzlich noch eine gepflegte Entzündung
hervorrufen kann!
Fasst eure Piercings nur mit sauberen Händen und Handschuhen an!
Bei Oralen Piercings (Zunge, Zungenbändchen, Lippenbändchen) ist zu
empfehlen, nach jeder Malzeit entweder mit Kamillentee oder
Salzwasser zu spülen. In den ersten Tagen solltet ihr auf scharfe
Gerichte, wie auch Rauchen und Alkohol, verzichten! Kurz nach dem
Stechen kann eine Schwellung mit Eiswürfeln im Zaun gehalten werden.
Jetzt kann Nix mehr schief gehen!
|
Autor(en): Sceltis (Email)
Letzte Änderung: 15.08.2004 |
 |
|
|