In der Community werden immer wieder Fragen zu gleichen Themen gestellt.
Um dies zu verhindern, haben wir hier einen FAQ-Bereich eingerichtet, in dem die häufigsten Fragen rund um das Thema Piercings beantwortet werden. Schaut zuerst hier nach, ob Eure Frage bereits beantwortet wurde, bevor z.B. ein neuer Beitrag im Forum geschrieben wird.

Die hiesigen FAQ-Beiträge werden von unseren Community-Mitgiledern verfasst und aktualisiert. Dafür an dieser Stelle VIELEN DANK!

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Generell muss für den Ersteinsatz Material verwendet werden, dessen Nickelgehalt unter 0,05% liegt und körperverträglich ist. Weiter unten findest Du eine Aufzählung der bekanntesten Materialien, die momentan für Piercingschmuck eingesetzt werden. Neben den hier aufgezählten Arten werden viele andere Materialien verwendet (z.B. Bernstein, Elfenbein, ...) , die jedoch eine untergeordnete Rolle spielen, so dass bei Bedarf der Händler bzw. der Hersteller direkt kontaktiert werden sollte.
 

PTFE (Abkürzung für: Polytetrafluorethylen, Teflon)
Ein leichter und glatter Kunststoff bestens geeignet für den Erst- und Dauereinsatz. Durch seine glatte Eigenschaft können Fremdsubstanzen an der Oberfläche sehr schlecht haften (wie z.B. Wundsekret), so dass mögliche Komplikationen während der Abheilung minimiert werden. Deswegen ist PTFE das bevorzugte Material, das beim Piercen eingesetzt wird. Durch die hohe Flexibilität kann das Material auf die optimale Länge zugeschnitten werden und auch ohne Einschränkungen sterilisiert werden. Ein PTFE-Piercing muss auch beim Röntgen nicht entfernt werden.

Titan
Ein leichtes, festes, weiß-metallisch glänzendes Material, das als sehr verträglich gilt. Insbesondere enthält Titan keinen Nickel, so dass dadurch keine Probleme für Nickel-Allergiker zu erwarten sind. Es gibt verschiedene "Grade" (zu verstehen als Qualitätsstufen) von Titan, wobei Titan Grad 23 höchste Qualität bietet und auch im medizinischen Bereich eingesetzt wird. Bei Titan-Schmuck sollte man deswegen darauf achten, dass es sich um ein Titan Grad 23 handelt, das zusätzlich poliert wurde, da dadurch bessere Heilungseigenschaften entstehen und deswegen gute Verträglichkeit beim Ersteinsatz zu erwarten ist. Da Titan ein schlechter Wärmeleiter ist, kann das Schmuck auch ohne Probleme bei Sonnenbädern und Saunabesuchen eingesetzt bleiben.

Implantatstahl (auch: Implantanium®)
Implantatstahl wird für den Einsatz im menschlichen Körper produziert (z.B. als Knochenersatz etc.), entsprechend ist eine hohe Verträglichkeit und kaum allergische Reaktionen zu erwarten. Implantatstahl ist in der Herstellung aufwendig und kostspielig, so dass Piercing-Schmuck aus diesem Material etwas teurer sein kann.

Chirurgenstahl 316 (316L, 316 LVM)
Auch wenn Chirurgenstahl 316L und 316 LVM für den Ersteinsatz zugelassen sind, muss man dabei mit Komplikationen rechnen. Im Chirurgenstahl sind verschiedene Metalle enthalten (auch Nickel), so dass bei einer Unverträglichkeit Allergien auftreten können. Durch das Einsätzen solchen Schmucks VOR dem vollständigen Abheilen des Piercings können in bestimmten Fällen Hautreizungen auftreten, die bis zu Entzündungen des Stichkanals oder/und an kritischen Stellen dem Herauswachsens des Schmucks führen. In der Regel sollte man für den Ersteinsatz PTFE oder Titan vorziehen.

Silber
Silber ist für den Ersteinsatz auf KEINEN FALL zu verwenden. Nach einer vollständigen Abheilung kann man Piercing-Schmuck aus Silber zwar einsetzen, wobei man darauf achten sollte, dass es sich um 925 Sterling Silber handelt. Man sollte auch beachten, dass es Menschen gibt, die Silber- bzw. Kupferallergie haben und solches Schmuck nicht vertragen. Zusätzlich hat Silber die Eigenschaft "anzulaufen", so dass das Material sogar schwarze Oberfläche erhalten kann.

Gold
Je nach Art und Qualität enthält Gold Silber, Kupfer und auch Kadmium. Aufgrund von Unverträglichkeiten sollte Gold auf KEINEN FALL als Erstlingschmuck verwendet werden. Während des Abheilungsprozesses muss man z.B. mit Allergie und Abstoßreaktionen rechnen. Nach einer vollständigen Abheilung kann man durchaus Goldschmuck einsetzen wobei die oben beschriebenen Probleme weiterhin erhalten bleiben.
 

Autor(en): TBP
Letzte Änderung: 01.01.2006

Nach persönlicher Erfahrung heilen Stecker leichter ab! Durch die ständige Beanspruchung des Ringes (hängen bleiben, eigen Dynamik) und durch die Krümmung des Kanals dauert die Heilung etwas länger.

Vorteil eines Ringes ist die leichte Säuberung! Zu achten ist darauf, dass weder Stab noch Ring zu klein sind, und dadurch den Kanal eindrücken! Es sollten immer ein paar mm abstand zwischen Kugel und Fleisch sein, damit Wundwasser und Blut ablaufen können!
 

Autor(en): Sceltis (Email)
Letzte Änderung: 15.08.2004

Die Ohrloch-Pistole ist ein Instrument, das in den 60er Jahren gefertigt wurde, um das Markieren von Kuhohren einfacher und schneller zu gestalten. Die heute verwendeten Pistolen sind kaum verändert im Aufbau.

Durch das Schießen mit hoher Geschwindigkeit wird das Gewebe nicht durchtrennt sondern regelrecht zerschmettert.
Dies kann besonders bei Knorpelgewebe schlimme Folgen nach sich ziehen! Es können so genannte Blumenkohl-Abszesse auftreten die nur noch operativ entfernt werden können! Auch kann der Knorpel so weit absterben, dass das Ohr nur noch durch eine OP rekonstruiert werden kann!

Auch bei weichem Gewebe, wie den Ohrläppchen oder misch Gewebe wie der Nase, ist das Schießen sehr riskant dadurch, dass durch den stumpfen Stecker der Pistole Teile der oberen Hautschicht mit in den Stichkanal gerissen werden und sich dort zersetzen. Dadurch kommt es sehr häufig zu schlimmen Entzündungen!

Unhygienisch ist Schießen zudem auch noch! Teile der Pistole bestehen aus Plastik und können somit nicht im Autoklaven gereinigt werden, weil sie sonst Schmelzen würden! Meist wird die Pistole nur kurz mit Alkohol abgesprüht. Man kann nur froh sein, dass sich AIDS nicht lange an der Luft hält, andere Krankheiten hingegen schon!

Zusätzlich werden diese Geräte meistens auch noch von unfachkundigen Leuten bedient (Friseure oder Juweliere), die keinerlei Ahnung vom dem haben was sie da tun!

Also, Finger weg!

 

Autor(en): Sceltis (Email)
Letzte Änderung: 15.08.2004

Schmerz ist relativ, und von der jeweiligen Person abhängig! Allgemein kann man beruhigen, es ist mehr ein kurzer Stich, als wenn ihr euch mit der Nadel piekst! Kaum spürt ihr die Nadel, ist auch schon der Schmuck drin und ihr geht Heim!
Natürlich gibt es hier auch das Prinzip, dass manche Stellen schmerzhafter sind als andere, Knorpel sind z.B. schon etwas schmerzhafter als z.B. ein Zungen oder Lippenpiercing.

Hier gilt aber auch, lasst euch nicht unsicher machen! Schmerzen gehen vorbei, und sobald ihr in den Spiegel schaut, ist alles vergessen und ihr plant schon das Nächste!
 

Autor(en): Sceltis (Email)
Letzte Änderung: 15.08.2004

Auch hier gilt:
Hände weg von Alkohol Drogen und Schmerztabletten!
Diese verdünnen das Blut und es kann zu stärkeren Blutungen kommen.

Esse vor dem Termin gut, und nimm dir Cola oder Traubenzucker mit, falls dein Kreislauf schlapp macht!
 

Autor(en): Sceltis (Email)
Letzte Änderung: 15.08.2004

Gehe in das Studio! Beim Piercen ist am wichtigsten, dass der Raum sauber und gepflegt ist! Riecht es nach Desinfektionsmittel? Das ist ein gutes Zeichen!
 

Autor(en): Sceltis (Email)
Letzte Änderung: 15.08.2004

Das ist sehr unterschiedlich! Es gibt Piercer, die z.B. ein Zungenpiercing für 40 Euro stechen, und es gibt welche, die es für 90 machen. Hierbei sollte man allerdings stutzig werden wenn all zu niedrige Angebote gemacht werden. Ein seriöser Piercer würde nie eine Pistole benutzen! Das bedeutet aber nicht, dass Preis gleich Qualität bedeutet. Seht euch gut um, und ihr werdet sicherlich euren Piercer des Vertrauens finden!
 

Autor(en): Sceltis (Email)
Letzte Änderung: 15.08.2004

In nächster Zeit solltet ihr darauf achten, nicht zu oft euer Piercing anzufassen! Passt auch auf, dass ihr nicht hängen bleibt. Das kann sehr schmerzhaft werden und zu Entzündungen führen!

Empfehlenswert ist es Piercings (bis auf oral) am Anfang 2 bis 3 mal am Tag und später noch jeweils 1 mal pro Tag mit einem Wattestäbchen und Octenisept zu reinigen! Sprüht es auf und entfernt eventuelle Verkrustungen mit dem Wattestäbchen. Gute alternative zu Octenisept ist eine Salzwasserlösung aus der Apotheke! Zur Beruhigung des frischen Piercings sind Kamillentee-Pads geeignet, die man einfach auflegen kann.

Haltet Cremes und Make-Up vom Piercing fern, da diese den Wundkanal verstopfen und die Heilung verlangsamen können! Das gleiche gilt auch für Schmutz, der zusätzlich noch eine gepflegte Entzündung hervorrufen kann!

Fasst eure Piercings nur mit sauberen Händen und Handschuhen an!

Bei Oralen Piercings (Zunge, Zungenbändchen, Lippenbändchen) ist zu empfehlen, nach jeder Malzeit entweder mit Kamillentee oder Salzwasser zu spülen. In den ersten Tagen solltet ihr auf scharfe Gerichte, wie auch Rauchen und Alkohol, verzichten! Kurz nach dem Stechen kann eine Schwellung mit Eiswürfeln im Zaun gehalten werden.

Jetzt kann Nix mehr schief gehen!
 

Autor(en): Sceltis (Email)
Letzte Änderung: 15.08.2004